Yorkshire Terrier

Ein kleiner Hund mit Terrierwesen — mutig, laut und überzeugt, viel größer zu sein. In eine Wohnung passt er von der Größe her, nicht vom Temperament: ein Yorkshire braucht Erziehung und Bewegung wie jeder andere Hund, nur in kleinerer Verpackung.

Art:
Hund
Herkunft:
Vereinigtes Königreich
Züchter bei uns:
181
Yorkshire Terrier

Für wen er passt

Für jemanden, der einen kleinen Hund möchte und bereit ist, ihn wie einen großen zu erziehen. Der Yorkshire ist lebhaft, klug und eng an seine Familie gebunden; er kann den Tag zu Hause verbringen, wenn sich jemand mit ihm beschäftigt.

Nicht geeignet ist er für einen Haushalt, der einen stillen Schoßhund erwartet. Er ist ein Terrier — ursprünglich jagte er Ratten in den Spinnereien — und das bedeutet Stimme, Mut und Lust, etwas zu verfolgen.

Der häufigste Fehler bei dieser Rasse ist, ihr alles nachzusehen, weil sie klein ist. Ein Hund, der jeden anbellt und den niemand anfassen darf, ist nicht niedlich; er ist ein unerzogener Hund, der eben drei Kilo wiegt.

Wie er aussieht

  • Widerristhöhe: etwa 20–23 cm
  • Gewicht: laut Standard bis 3,2 kg
  • Fell: lang, glatt und seidig, ohne Unterwolle — es wächst ständig weiter, wie menschliches Haar
  • Farbe: stahlblau über dem Rücken und goldenes Loh an Kopf, Brust und Läufen; Welpen kommen schwarz zur Welt, die Farbe entwickelt sich über Jahre
  • Lebenserwartung: oft 13–16 Jahre, er gehört zu den langlebigsten Rassen

Vorsicht bei „Mini“- und „Teacup“-Yorkshires. Das sind keine Varianten der Rasse, der Standard kennt sie nicht. Es handelt sich um Hunde unterhalb der gesunden Größe, die häufig ernste Probleme mit Leber, Knochen und Zähnen haben. Ein Aufpreis für weniger Größe ist ein Aufpreis für ein kürzeres Leben.

Wie viel Bewegung er braucht

Dreiviertel Stunde bis eine Stunde täglich genügt, aber es muss draußen sein. Eine Wohnung reicht einem kleinen Hund nicht — er braucht Gerüche, Gelände und andere Hunde genauso wie eine große Rasse.

Lassen Sie sich nicht davon täuschen, dass er sich in der Wohnung müde läuft. Kopfarbeit — Leckerlisuchen, einfache Tricks — beruhigt ihn mehr als Rennen.

Fellpflege

Das ist die tägliche Hauptarbeit bei dieser Rasse, und sie wird unterschätzt.

  • Langes Fell wird jeden Tag gekämmt. Sonst entstehen binnen zwei Tagen Verfilzungen, die herausgeschnitten werden müssen.
  • Ein kürzerer Schnitt alle zwei bis drei Monate ist beim Familienhund völlig in Ordnung und spart viel Zeit. Langes Haar ist eine Sache der Ausstellungen, nicht der Gesundheit.
  • Das Fell haart nicht — Haare landen nicht auf dem Sofa, und genau deshalb muss geschnitten werden.
  • Haare um die Augen und an den Pfoten werden gekürzt.

Fütterung und Zähne

Ein erwachsener Hund frisst etwa 60–100 g Trockenfutter täglich in zwei Portionen. Bei drei Kilo Lebendgewicht fällt jedes zusätzliche Leckerli ins Gewicht — zehn Gramm Käse sind für einen Yorkshire anteilig eine ganze Mahlzeit.

Die Zähne sind bei kleinen Rassen die Schwachstelle Nummer eins. Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und früher Zahnverlust sind bei Yorkshires üblich. Zähneputzen zu Hause und Kontrollen in der Praxis lohnen sich hier mehr als bei großen Hunden.

Welpen haben häufig persistierende Milchfangzähne, die gezogen werden müssen — sonst drücken sie auf die bleibenden Zähne.

Typische Krankheiten

  • Patellaluxation — herausspringende Kniescheibe, typisch für kleine Rassen. Erkennbar am Hüpfen auf drei Beinen.
  • Trachealkollaps — der Knorpel der Luftröhre schwächt sich bei kleinen Rassen; erkennbar an trockenem, hupendem Husten. Deshalb Geschirr, kein Halsband.
  • Portosystemischer Shunt — eine angeborene Gefäßfehlbildung an der Leber, bei dieser Rasse häufiger. Der Welpe nimmt nicht zu und ist nach dem Fressen teilnahmslos.
  • Legg-Calvé-Perthes-Krankheit — Absterben des Oberschenkelkopfes bei jungen Hunden.
  • Unterzucker bei Welpen — sehr kleine Welpen müssen häufiger fressen, sonst droht Hypoglykämie.
  • Zahnstein und Zahnfleischentzündungen — das häufigste Problem überhaupt.

Das hier ersetzt keine Diagnose. Ein Hund, der hustet, auf drei Beinen hüpft oder nach dem Fressen teilnahmslos ist, gehört in die Praxis.

Was Sie sonst bedenken sollten

Ein Yorkshire wird fünfzehn Jahre und älter. Das ist eine längere Verpflichtung als bei den meisten großen Rassen — und die letzten dieser Jahre bringen meist Kosten für Zähne und Gelenke mit sich.

Und eine praktische Anmerkung: bei drei Kilo ist Kälte ein echtes Problem. Kleidung für einen kleinen Hund ist kein modisches Accessoire, sondern bei einer Rasse ohne Unterwolle eine Notwendigkeit.

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Wer diese Rasse züchtet

Es werden die ersten hundert gezeigt. Der Rest steht im Züchterverzeichnis.

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