Ragdoll-Katze

Eine große, ruhige Katze, die sich tragen lässt und ihrem Menschen von Zimmer zu Zimmer folgt. Ihren Namen hat sie davon, dass sie beim Hochheben erschlafft wie eine Stoffpuppe — und genau deshalb muss sie eine reine Wohnungskatze bleiben.

Art:
Katze
Züchter bei uns:
113
Ragdoll-Katze

Für wen sie passt

Für jemanden, der eine Katze möchte, die wirklich bei ihm ist. Die Ragdoll gehört zu den anhänglichsten Rassen überhaupt — sie begrüßt an der Tür, folgt Ihnen durch die Wohnung und lässt sich meist ohne Widerspruch hochnehmen.

Sie ist leise, verträgt Kinder und Hunde und sucht keinen Streit.

Genau dieses Wesen ist der Grund, warum sie ausschließlich in der Wohnung gehalten wird. Die Ragdoll wehrt sich nicht, hat keine Angst vor Autos oder Fremden und flieht vor Gefahr meist nicht. Draußen überlebt sie nicht lange.

Nicht geeignet ist sie für einen Haushalt, in dem den ganzen Tag niemand ist — Alleinsein verträgt sie schlecht. Wer viel unterwegs ist, braucht eine zweite Katze dazu.

Wie sie aussieht

  • Gewicht: Kater 6–9 kg, Katzen 4–6 kg
  • Fell: halblang, seidig, mit wenig Unterwolle — deshalb verfilzt es weniger als bei anderen langhaarigen Rassen
  • Farbe: immer Colourpoint — dunklere Ohren, Maske, Beine und Schwanz; die Grundtöne sind Seal, Blue, Chocolate und Lilac
  • Zeichnung: drei Varianten — Colourpoint ohne Weiß, Mitted mit weißen Handschuhen und Bicolour mit einem weißen umgekehrten V im Gesicht
  • Augen: immer blau
  • Lebenserwartung: in der Regel 12–17 Jahre

Kitten kommen weiß zur Welt. Die Farbe an Ohren und Pfoten erscheint nach der ersten Woche, ihre volle Tiefe erreicht sie erst mit zwei bis drei Jahren. Bis dahin wächst die Katze auch noch — die Ragdoll wird langsam erwachsen.

Wesen und Umgebung

Die Ragdoll ist ruhiger und weniger verspielt als die meisten Rassen, spielen will sie aber — nur nicht so wild. Hoch springt sie nicht, deshalb sind ihr niedrigere, breite Flächen lieber als schmale Bretter unter der Decke.

Sie braucht einen Kratzbaum, der acht Kilo trägt, und einen Platz am Fenster. Und weil sie nicht nach draußen kommt, ist es wichtig, dass sie drinnen etwas zur Auswahl hat.

Fellpflege

Zweimal pro Woche bürsten, im Fellwechsel öfter. Fell ohne ausgeprägte Unterwolle verfilzt weniger, Knoten entstehen aber trotzdem — hinter den Ohren, in den Achseln und in den Hosen an den Hinterbeinen.

Baden ist nicht nötig. Haarballen sind ein kleineres Problem als bei Katzen mit dichter Unterwolle, regelmäßiges Bürsten bleibt aber auch hier die beste Vorbeugung.

Fütterung

Eine erwachsene Katze braucht je nach Gewicht etwa 60–90 g Trockenfutter täglich oder die entsprechende Menge Nassfutter.

Ruhiges Wesen und großer Körper bedeuten Neigung zu Übergewicht. Die Ragdoll tobt nicht durch die Wohnung, also verbrennt sie nicht, was sie frisst. In Portionen füttern, nicht morgens den Napf vollschütten.

Sie wächst lange — Kittenfutter länger zu geben als bei kleineren Rassen ist sinnvoll.

Typische Krankheiten

  • Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) — Verdickung des Herzmuskels. Bei der Ragdoll ist eine eigene erbliche Mutation beschrieben, für die es einen DNA-Test gibt. Zuchttiere sollten Test und Herzultraschall haben.
  • Polyzystische Nierenerkrankung (PKD) — erblich, über DNA testbar.
  • Harnsteine — bei der Rasse häufiger; ausreichend Flüssigkeit und Nassfutter helfen.
  • Übergewicht — das häufigste und am besten beeinflussbare Problem.
  • Haarballen im Fellwechsel.

Bei der Ragdoll fragen Sie immer nach den Tests. HCM und PKD lassen sich über DNA ausschließen, und ein guter Züchter zeigt die Ergebnisse von sich aus.

Das hier ersetzt keine Diagnose. Eine Katze, die mit offenem Maul atmet, Probleme beim Urinieren hat oder plötzlich die Hinterbeine nicht mehr bewegt, gehört sofort in die Praxis.

Was Sie sonst bedenken sollten

Die Ragdoll ist eine große Katze und braucht alles größer: Toilette, Transportbox und Kratzbaum. Eine übliche Transportbox ist für einen erwachsenen Kater meist zu klein.

Und noch etwas, das sich bei jeder Rasse mit gutem Ruf wiederholt: wo Nachfrage ist, mehren sich Züchter ohne Tests. Ein Preis ohne Papiere und ohne Untersuchungen ist kein guter Kauf.

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Wer diese Rasse züchtet

Es werden die ersten hundert gezeigt. Der Rest steht im Züchterverzeichnis.

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