Pudel

Einer der klügsten Hunde überhaupt und zugleich die Rasse mit dem schlechtesten Ruf von allen — wegen einer Schur, mit der er selbst nichts zu tun hat. Der Pudel ist ursprünglich ein Jagdhund fürs Wasser, es gibt ihn in vier Größen, und er haart nicht.

Art:
Hund
Herkunft:
Frankreich
Züchter bei uns:
161
Pudel

Für wen er passt

Für jemanden, der einen Hund möchte, mit dem man sich verständigen kann. Der Pudel lernt außergewöhnlich schnell, arbeitet gern und hängt sehr an seiner Familie.

Der Ruf als Salonhund ist ein Missverständnis. Der Pudel ist ein Jagdhund, gezüchtet zum Apportieren aus dem Wasser — der Name kommt vom Wort pudeln, also im Wasser planschen. Auch die Zierschur stammt aus der Arbeit: über Gelenken und Brust blieb Fell stehen, damit der Hund im kalten Wasser nicht auskühlt, der Rest wurde abgenommen, damit er ihn nicht nach unten zieht.

Nicht geeignet ist er für jemanden, der sich nicht um Fell kümmern will. Die Fellpflege ist beim Pudel eine dauerhafte Pflicht, keine Option.

Vier Größen, eine Rasse

Die FCI führt alle Größen als eine Rasse, nur in verschiedenen Schlägen:

  • Großpudel: 45–60 cm Widerristhöhe
  • Kleinpudel: 35–45 cm
  • Zwergpudel: 28–35 cm
  • Toypudel: 24–28 cm

Das Wesen ist über die Größen hinweg ähnlich, der Bewegungsbedarf nicht. Der Großpudel ist ein vollwertiger Sporthund, der Toypudel kommt mit Spaziergängen aus — den Kopf beschäftigen muss man aber bei allen.

Wie er aussieht

  • Fell: dicht, fein, gekräuselt oder in Schnüren; es wächst ständig weiter und haart nicht
  • Farbe: schwarz, weiß, braun, silber, apricot und rot
  • Lebenserwartung: Großpudel 11–13 Jahre, die kleineren Schläge oft 14–17 Jahre

Er haart nicht, aber das macht ihn nicht allergenfrei. Eine Allergie wird nicht vom Haar ausgelöst, sondern von einem Eiweiß im Speichel und im Hautfett — und das hat auch der Pudel. Was stimmt: die Haare landen nicht auf dem Sofa, weil sie nicht ausfallen, sondern im Fell bleiben.

Wie viel Bewegung er braucht

Der Großpudel anderthalb bis zwei Stunden täglich, die kleineren Schläge eine Stunde. Für alle gilt: Kopfarbeit ermüdet mehr als Kilometer — der Pudel zählt zu den drei lernfähigsten Rassen überhaupt, und Langeweile macht ihn kaputt.

Wasser ist sein natürliches Element und Schwimmen macht ihm Freude; bei älteren Hunden mit schmerzenden Gelenken ist das die schonendste Bewegung.

Fellpflege — die Hauptarbeit bei dieser Rasse

Weil das Fell nicht ausfällt, bleiben die abgestorbenen Haare im Pelz und verfilzen. Das ist die ganze Erklärung dafür, warum ein Pudel geschoren werden muss: es ist keine Mode, es ist notwendig.

  • Zwei- bis dreimal pro Woche kämmen, bis auf die Haut und nicht nur über die Oberfläche.
  • Alle 6–8 Wochen scheren. Ein normaler kurzer Hausschnitt ist völlig in Ordnung — Ausstellungsfrisuren sind eine Sache der Ausstellungen.
  • Eine Verfilzung wird nicht ausgekämmt. Das tut weh, die Haut darunter entzündet sich, und die einzige Lösung ist ausscheren.
  • Haare in den Ohren und zwischen den Ballen werden gekürzt.

Rechnen Sie damit, dass die Schur eine regelmäßige Ausgabe für das ganze Hundeleben ist.

Fütterung

Je nach Größe 60 g beim Toy bis 400 g Trockenfutter täglich beim Großpudel, immer in zwei Portionen. Der Großpudel gehört zu den Rassen mit tiefer Brust, also nach dem Fressen Ruhe und keine einzige große Mahlzeit am Tag.

Typische Krankheiten

Ein Teil der Probleme unterscheidet sich nach Größe.

  • Progressive Retinaatrophie — allmählicher Verlust des Sehvermögens, ein DNA-Test existiert. Betrifft alle Größen.
  • Patellaluxation — bei Zwerg- und Toypudeln häufig.
  • Hüftgelenkdysplasie und Magendrehung — beim Großpudel.
  • Legg-Calvé-Perthes-Krankheit — bei den kleinen Schlägen.
  • Morbus Addison — Nebennierenrindeninsuffizienz, bei Pudeln häufiger beschrieben; erkennbar an Schwäche, Erbrechen und Appetitlosigkeit.
  • Sebadenitis — Entzündung der Talgdrüsen, erkennbar an brüchigem Fell und Schuppen.
  • Ohrentzündungen — ein mit Haaren zugewachsenes Hängeohr wird schlecht belüftet.

Das hier ersetzt keine Diagnose. Ein Hund, der schwächer wird, erbricht oder dessen Fell dünner wird, gehört in die Praxis.

Was Sie sonst bedenken sollten

Der Pudel ist klug bis zur Zumutung. Er lernt, Türen und Schränke zu öffnen, und verknüpft Dinge, die Sie nicht verknüpft haben wollten. Es ist ein Hund, dem man Arbeit geben muss — sonst erfindet er sie sich selbst.

Und noch etwas, worin man dem Pudel unrecht tut: er ist kein zartes Salontier. Ein Großpudel läuft zwanzig Kilometer neben dem Fahrrad, und er ist ursprünglich eine Jagdrasse mit allem, was dazugehört.

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Wer diese Rasse züchtet

Es werden die ersten hundert gezeigt. Der Rest steht im Züchterverzeichnis.

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