Maine-Coon-Katze

Die größte Katzenrasse, die sich dabei eher wie ein ruhiger Begleiter verhält als wie eine Jägerin. Sie ist freundlich, leise und Menschen gegenüber offen — aber sie wächst vier Jahre lang, und ausgewachsen wiegt sie so viel wie ein kleiner Hund.

Art:
Katze
Züchter bei uns:
213
Maine-Coon-Katze

Für wen sie passt

Für einen Haushalt, in dem die Katze zur Familie gehört. Die Maine Coon folgt ihren Menschen von Zimmer zu Zimmer, verträgt Kinder und Hunde gut und ist eher neugierig als scheu.

Sie ist eine Katze, die sich meldet — aber leise. Statt zu miauen zirpt und gurrt sie; für ihre Größe hat sie eine überraschend zarte Stimme.

Geformt hat sie die Arbeit, nicht der Salon: Sie entstand auf Farmen in Neuengland als Mäusejägerin, die einen harten Winter übersteht. Daher das wasserabweisende Fell, die großen behaarten Pfoten und die Lust, mit Wasser zu spielen.

Nicht geeignet ist sie für eine kleine Wohnung ohne Raum nach oben. Eine große Katze braucht einen stabilen Kratzbaum, der sieben Kilo trägt, und einen Platz, auf den sie springen kann.

Wie sie aussieht

  • Gewicht: Kater 6–9 kg, Katzen 4–6 kg; manche Kater über 10 kg
  • Länge: mit Schwanz häufig um einen Meter
  • Fell: halblang und ungleich lang — kürzer auf dem Rücken, länger an Flanken und Bauch; dichter Kragen und buschiger Schwanz
  • Ohren: groß, hoch angesetzt, innen mit Büscheln und oft mit Luchspinseln an den Spitzen
  • Pfoten: groß, mit Haaren zwischen den Zehen — natürliche Schneeschuhe
  • Farbe: anerkannt sind die meisten Farben und Zeichnungen außer Chocolate, Cinnamon und den vom Siam-Point abgeleiteten Farben
  • Lebenserwartung: in der Regel 10–15 Jahre

Sie wird langsam erwachsen. Volle Größe und Kopfform erreicht sie erst mit drei bis vier Jahren — bis dahin wirkt sie wie ein langbeiniges Kitten, dem alles zu groß ist.

Wesen und Umgebung

Die Maine Coon ist ruhiger als die orientalischen Rassen, aber nicht faul. Sie apportiert gern, öffnet Türen und hält den Wasserhahn für Unterhaltung.

Sie erträgt es, eine Weile allein zu sein, mag es aber nicht — in einem Haushalt, in dem den ganzen Tag niemand ist, sind zwei Katzen die bessere Lösung.

Fellpflege

Zwei- bis dreimal pro Woche bürsten, im Fellwechsel öfter. Das halblange Fell mit Unterwolle verfilzt vor allem hinter den Ohren, in den Achseln, an den Flanken und unter dem Schwanz.

Eine Verfilzung wird nicht mit Gewalt ausgekämmt — das tut weh, und die Katze verweigert die Pflege danach dauerhaft. Sie wird herausgeschnitten oder fachlich entfernt.

Die großen behaarten Pfoten verkleben im Winter mit Schnee; die Haare zwischen den Ballen zu kürzen hilft.

Fütterung

Eine erwachsene Katze braucht je nach Gewicht etwa 70–100 g Trockenfutter täglich oder die entsprechende Menge Nassfutter. Eine große Katze frisst mehr — das Verhältnis zum Körpergewicht ist aber dasselbe wie bei jeder anderen, der Satz „eine große Katze darf fressen, so viel sie will“ stimmt also nicht.

Ein heranwachsendes Kitten braucht Kittenfutter länger als bei kleinen Rassen: die Maine Coon wächst bis zum dritten Jahr, und Energie wie Eiweiß müssen die ganze Zeit reichen.

Typische Krankheiten

  • Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) — Verdickung des Herzmuskels. Für die Rasse ist eine erbliche Mutation beschrieben und ein DNA-Test existiert; Zuchttiere sollten zusätzlich einen Herzultraschall haben.
  • Spinale Muskelatrophie (SMA) — erblich, erkennbar am schwankenden Gang junger Katzen. Ein DNA-Test existiert.
  • Hüftgelenkdysplasie — bei Katzen ungewöhnlich, bei dieser großen Rasse kommt sie aber vor.
  • Polyzystische Nierenerkrankung (PKD) — seltener als bei Persern, wird aber getestet.
  • Haarballen im Fellwechsel.

Bei keiner anderen Katzenrasse lohnt es sich so sehr, den Züchter nach Tests zu fragen. HCM und SMA lassen sich aus dem Blut ausschließen, und ein guter Züchter zeigt die Ergebnisse von sich aus.

Das hier ersetzt keine Diagnose. Eine Katze, die mit offenem Maul atmet, schwankt oder plötzlich nicht mehr laufen will, gehört sofort in die Praxis.

Was Sie sonst bedenken sollten

Eine große Katze bedeutet alles größer: Toilette, Kratzbaum, Transportbox und Futterportion. Eine übliche Katzenbox ist für einen erwachsenen Kater zu klein, und das merkt man meist erst auf dem Weg in die Praxis.

Und rechnen Sie mit Haaren. Die Maine Coon haart ganzjährig, im Fellwechsel stark.

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Wer diese Rasse züchtet

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