Golden Retriever

Sanft, geduldig und bereit zur Zusammenarbeit — deshalb wird er so oft Assistenz- oder Therapiehund. Er ist empfindsamer als der Labrador und verträgt lautes Schimpfen und Alleinsein schlechter. Wer einen Hund möchte, der immer bei ihm ist, kann kaum besser wählen.

Art:
Hund
Herkunft:
Vereinigtes Königreich
Züchter bei uns:
442
Golden Retriever

Für wen er passt

Für jemanden, der einen Hund in seiner Nähe möchte. Der Golden Retriever ist eine ausgesprochen beziehungsorientierte Rasse — er will in dem Zimmer sein, in dem Sie sind, und Arbeit macht ihm vor allem deshalb Freude, weil er sie mit Ihnen macht.

Er ist sanfter und empfindsamer als der Labrador. Eine laute Stimme trifft ihn stärker, als man erwarten würde, und harte Methoden wirken bei ihm überhaupt nicht. Genau dieses Wesen macht ihn zu einem der häufigsten Assistenzhunde.

Nicht geeignet ist er dort, wo die Wohnung den ganzen Tag leer steht. Alleinsein ist bei dieser Rasse die häufigste Ursache für Problemverhalten.

Wie er aussieht

  • Widerristhöhe: Rüden 56–61 cm, Hündinnen 51–56 cm
  • Gewicht: Rüden 30–34 kg, Hündinnen 25–30 kg
  • Fell: lang, glatt oder gewellt, mit dichter wasserabweisender Unterwolle und Befederung an Läufen, Brust und Rute
  • Farbe: alle Gold- und Cremetöne; Rot und Mahagoni gehören nicht in den Standard
  • Lebenserwartung: in der Regel 10–12 Jahre

Die Farbe sagt nichts über das Wesen. Ein „weißer“ Golden Retriever ist schlicht ein sehr helles Tier, und ein dunkelgoldener ist kein „amerikanischer Typ“ — es sind Schattierungen derselben Rasse, und sie gegen Aufpreis als Seltenheit zu verkaufen, ist ein Verkaufstrick.

Wie viel Bewegung er braucht

Rechnen Sie mit anderthalb bis zwei Stunden täglich. Der Golden Retriever ist kein Sprinter — ein gleichmäßiges Tempo liegt ihm mehr als ein schnelles —, aber es muss draußen sein und mit Ihnen.

Apportieren ist bei ihm ein echtes Bedürfnis, kein Kunststück. Ein Hund, dem nie jemand etwas wirft, sucht sich Ersatz, und der ist meist nicht das, was Sie wollten.

Erziehung und die ersten Monate

  • Alleinbleiben wird vom ersten Tag an geübt — minutenweise, bevor ein Problem entsteht. Bei dieser Rasse ist das wichtiger als Unterordnung.
  • Sanftheit statt Strenge. Auf eine laute Stimme reagiert er mit Rückzug, nicht mit Gehorsam; er lernt, dass Nichtstun sicherer ist, wenn etwas schiefgeht.
  • In die Hände zwicken gehört in den ersten Monaten zu einer Rasse, die zum Tragen gezüchtet wurde. Man löst es nicht mit Verboten, sondern indem man ihm etwas ins Maul gibt, das er tragen darf.

Fütterung und Fellpflege

Ein erwachsener Hund frisst etwa 300–400 g Trockenfutter täglich in zwei Portionen. Wie der Labrador neigt er zu Übergewicht, und wie bei ihm gilt: die Rippen müssen unter der Hand zu ertasten sein.

Das Fell braucht Arbeit, und genau das unterschätzen die Leute. Zwei- bis dreimal pro Woche bürsten, im Fellwechsel täglich. Hinter den Ohren und unter der Befederung entstehen Verfilzungen, die dann herausgeschnitten werden müssen.

Nach jedem Bad und jedem Schwimmen die Ohren trocknen — Hängeohr plus Feuchtigkeit ist die häufigste Entzündungsursache.

Typische Krankheiten

  • Hüft- und Ellbogendysplasie — erblich, die Elterntiere müssen ausgewertete Aufnahmen haben.
  • Tumorerkrankungen — bei dieser Rasse leider häufiger als bei den meisten anderen, vor allem im höheren Alter. Sie sind die häufigste Todesursache bei Golden Retrievern.
  • Progressive Retinaatrophie und Katarakt — für beides gibt es Untersuchungen.
  • Ohr- und Hautentzündungen, oft auf allergischer Grundlage.
  • Ein Herzfehler (Subaortenstenose) — wird durch Abhören und Ultraschall festgestellt.
  • Magendrehung — nach dem Fressen den Hund mindestens eine Stunde ruhig halten.

Das hier ersetzt keine Diagnose. Wenn Sie am Hund etwas sehen, gehört das in die Praxis und nicht ins Internet.

Was Sie sonst bedenken sollten

Der Golden Retriever haart viel und ständig. Langes Haar mit Unterwolle sieht man in der Wohnung deutlicher als das eines Labradors.

Und er altert früher, als man es bei einem großen Hund erwarten würde — mit acht Jahren ist er meist schon Senior. Diese Jahre mit ihm sind allerdings schöne Jahre.

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Wer diese Rasse züchtet

Es werden die ersten hundert gezeigt. Der Rest steht im Züchterverzeichnis.

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