Deutsche Spitze

Eine Rasse in fünf Größen — vom Wolfsspitz, so groß wie ein Border Collie, bis zum Zwergspitz, der in die Hand passt. Er ist wachsam, treu und läuft nirgends weg. Er bellt allerdings, und das muss man vom Welpen an angehen.

Art:
Hund
Herkunft:
Deutschland
Züchter bei uns:
109
Deutsche Spitze

Für wen er passt

Für jemanden, der einen fest ans Zuhause gebundenen Hund möchte. Der Deutsche Spitz ist seiner Familie ergeben, Fremden gegenüber zurückhaltend und streunt so gut wie nie — sein Jagdtrieb ist schwach und er entfernt sich nicht weit vom Menschen. Damit unterscheidet er sich von den meisten kleinen Rassen.

Er ist aufgeweckt, lernt gut und arbeitet gern, deshalb liegen ihm Unterordnung und Tricks.

Nicht geeignet ist er für ein Zuhause, in dem sich ein Hund nicht bemerkbar machen darf. Der Spitz ist ein Meldehund — das ist seit Jahrhunderten seine Aufgabe, und ohne Erziehung wird daraus Dauergebell.

Fünf Größen, eine Rasse

Die FCI führt alle Schläge als eine Rasse. Sie unterscheiden sich in Größe und erlaubten Farben, das Wesen ist im Kern dasselbe.

  • Wolfsspitz (Keeshond): 43–55 cm — nur graugewolkt
  • Großspitz: 42–50 cm — schwarz, braun oder weiß
  • Mittelspitz: 30–38 cm
  • Kleinspitz: 23–29 cm
  • Zwergspitz (Pomeranian): 18–22 cm, etwa 2–3,5 kg

Bei den drei kleineren Schlägen gibt es mehr Farben: schwarz, braun, weiß, orange, graugewolkt und weitere.

Der Pomeranian ist keine eigene Rasse. Er ist der kleinste Schlag des Deutschen Spitzes und heißt in den Papieren Zwergspitz.

Wie er aussieht

  • Fell: langes, abstehendes Deckhaar über dichter, kurzer Unterwolle; eine Mähne um den Hals, Hosen an den Hinterläufen
  • Rute: über dem Rücken getragen
  • Kopf: fuchsähnlich, mit kleinen, aufrecht stehenden Ohren
  • Lebenserwartung: in der Regel 12–16 Jahre, bei den kleineren Schlägen oft am oberen Ende

Wie viel Bewegung er braucht

Die kleineren Schläge kommen mit einer Stunde täglich aus, Wolfsspitz und Großspitz brauchen eher anderthalb. Alle brauchen jedoch mehr Kopfarbeit als Kilometer — der Spitz ist schlau, und Langeweile macht aus ihm einen bellenden Hund.

Das dichte Doppelfell ist für Kälte gebaut, nicht für Hitze. Im Sommer geht man morgens und abends.

Bellen — das Hauptthema bei dieser Rasse

Der Spitz meldet. Er meldet den Postboten, den Aufzug, die Nachbarin und ein Auto auf der Straße. Das ist kein Wesensfehler, das ist seine ursprüngliche Arbeit.

Man geht es mit Erziehung vom ersten Tag an an, nicht später:

  • Bringen Sie dem Hund ein Signal zum Beenden des Bellens bei und belohnen Sie die Ruhe — nicht das Bellen selbst mit Aufmerksamkeit.
  • Loben Sie ihn nicht dafür, dass er „meldet“ — der Hund unterscheidet von allein nicht zwischen erwünschtem und unerwünschtem Bellen.
  • Nehmen Sie ihm den Blick auf Straße und Treppenhaus, wenn er den ganzen Tag allein ist.

Ein erwachsener Hund, der jahrelang unbegrenzt gebellt hat, lässt sich viel schwerer umgewöhnen. Beim Spitz ist das erste Jahr das entscheidende Fenster.

Fellpflege — und warum ein Spitz nicht geschoren wird

Zwei- bis dreimal pro Woche bürsten, im Fellwechsel täglich. Das Doppelfell löst sich beim Haarwechsel in großen Mengen, die Unterwolle fällt in Büscheln aus.

Ein Spitz wird niemals kurz geschoren. Niemals — auch nicht „für den Sommer“. Das Deckhaar wächst bei einem Teil der Hunde nach dem Scheren nie wieder richtig nach, zurück bleibt nur weiche, dünne Unterwolle ohne Glanz. Sie kühlt nicht, schützt nicht vor Sonne, und rückgängig machen lässt sich das nicht.

Was man tun kann und soll: die Unterwolle regelmäßig auskämmen, die Haare zwischen den Ballen und das Fell rund um den After kürzen. Der Rest bleibt, wie er ist — er schützt den Hund vor Hitze genauso wie vor Kälte.

Fütterung

Je nach Größe von 40 g beim Zwergspitz bis 250 g Trockenfutter täglich beim Wolfsspitz, in zwei Portionen. Die kleineren Schläge haben im Verhältnis zum Körper einen schnellen Stoffwechsel und vertragen eine einzige große Portion schlechter.

Übergewicht übersieht man unter dichtem Fell leicht — die Rippen müssen mit der Hand zu ertasten sein, nicht mit dem Auge zu schätzen.

Typische Krankheiten

Der Deutsche Spitz gehört zu den gesünderen kleinen Rassen, weil er weder eine verkürzte Nase noch übertriebene Proportionen hat. Einiges gibt es trotzdem.

  • Patellaluxation — herausspringende Kniescheibe, beim Klein- und Zwergspitz das häufigste Problem.
  • Trachealkollaps — bei den kleinsten Hunden; erkennbar an trockenem, hupendem Husten. Ein Geschirr statt Halsband ist deshalb sinnvoll.
  • Alopezie X — allmählicher Haarverlust am Rumpf ohne Juckreiz, manchmal mit dunkler werdender Haut. Kosmetisch, sollte aber abgeklärt werden.
  • Zahnstein und früher Zahnverlust — bei den kleinen Schlägen die Regel; Zähneputzen lohnt sich.
  • Hüftgelenkdysplasie — betrifft vor allem Wolfsspitz und Großspitz.
  • Offene Fontanelle bei sehr kleinen Welpen — der Grund, nicht um jeden Preis den kleinsten Welpen im Wurf zu kaufen.

Was Sie den Züchter fragen: ob die Elterntiere an den Knien untersucht sind, bei den großen Schlägen an den Hüften, und welche Größe die Hunde in der Linie haben. Wer „Teacup“- oder „Mini“-Pomeranians anbietet, verkauft einen Hund unterhalb des Standards und dessen Probleme gleich mit.

Das hier ersetzt keine Diagnose. Lahmheit, hupender Husten und dünner werdendes Fell gehören in die Praxis.

Was Sie sonst bedenken sollten

Der Spitz läuft nicht von zu Hause weg, aber er meldet alles, was in seiner Nähe passiert. Wer in einer Mietwohnung lebt und den ganzen Tag außer Haus ist, bekommt eher Ärger mit den Nachbarn als mit dem Hund.

Und eine Sache überrascht: er haart mehr, als man bei einem so kleinen Hund erwarten würde. Zweimal im Jahr löst sich das komplette Doppelfell, und in der Wohnung merkt man das wie bei einem großen Hund.

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Wer diese Rasse züchtet

Es werden die ersten hundert gezeigt. Der Rest steht im Züchterverzeichnis.

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